Der Oktober ist für mich einer der schönsten Monate zum Wandern. Die Wege sind leerer, die Luft ist klar, und wenn die Lärchen gelb werden, sieht jeder Hang aus wie frisch gestrichen. Gleichzeitig ist es der Monat, in dem ich am häufigsten falsch gepackt habe. Morgens liegt Raureif auf der Wiese, mittags ist in der Sonne T-Shirt-Wetter, und am Nachmittag zieht Nebel ins Tal, der sich gefühlt zehn Grad kälter anfühlt.
Über die Jahre habe ich mir eine Packweise angewöhnt, mit der ich bei so einem Wetter nicht mehr friere und trotzdem nicht mit einem überladenen Rucksack losziehe. Hier ist sie, Schicht für Schicht.
Die unterste Schicht entscheidet
Alles beginnt direkt auf der Haut. Baumwolle lasse ich im Herbst komplett zu Hause, weil sie Schweiß aufsaugt und dann nass und kalt am Körper klebt. Stattdessen trage ich ein Funktionsshirt aus Merinowolle oder Kunstfaser. Merino riecht auch nach zwei Tagen noch erträglich, Kunstfaser trocknet schneller. Für Touren mit Übernachtung nehme ich ein zweites Shirt mit, das ausschließlich für abends und die Nacht gedacht ist. So habe ich immer etwas Trockenes zum Wechseln.
Read moreZwiebelprinzip im Oktober: So packe ich für Wandertouren im Herbst